Der Rohrbacher Kreis wurde 1992 in der Tradition Interdisziplinärer Gespräche zwischen Natur- und Geisteswissenschaftlern zu den komplexen Fragen unserer Zeit gegründet. Der Rohrbacher Kreis war viele Jahre ein Arbeitskreis der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen, der im Kontext der RL-Bundesstiftung dem Gesprächskreis Nachhaltigkeit zugeordnet wurde.
Nach der Aufkündigung der Unterstützung durch den RL-Stiftungsverbund entschied das Plenum auf der Dahlener Tagung 2012, den Rohrbacher Kreis unter diesem Namen als parteipolitisch neutralen Ort der Kommunikation über wichtige interdisziplinäre Fragen der aktuellen Wandlungsprozesse fortzuführen.
Schwerpunkt der Arbeit wird die Organisation einer jährlichen Dahlener Tagung mit interdisziplinärem Profil sein, auf der das Fächerspektrum der universitas litterarum ausgewogen vertreten ist.
Weitere Informationen über den Rohrbacher Kreis auf auf dessen Seiten im Dorfwiki.
Der Rohrbacher Kreis wurde am 29.10.1992 auf Initiative einer Gruppe um Prof. Rudolf Rochhausen in Leipzig gegründet. Damit werden positive Momente des Dialogs zwischen Geistes- und Naturwissenschaftlern im Rahmen der ML-Abendschule an der Leipziger Universität vor allem in den 80er Jahren aufgenommen, die in Rohrbach (Thür.) stattfanden und für die konzeptionell und auch politisch Prof. Rudolf Rochhausen verantwortlich zeichnete.
Die thematische Arbeit des Rohrbacher Kreises konzentriert sich damit auf den interdisziplinären Dialog zwischen Natur- und Geisteswissenschaftlern zu Vorstellungen, Interpretationen und Anwendungen natur-, technik- und geisteswissenschaftlicher Konzepte, Theorien und Methoden in den komplexen, technikgetriebenen Praxen der modernen Gesellschaft.
Im Mittelpunkt der Tätigkeit des Rohrbacher Kreises stehen dessen Jahrestagungen, die seine Mitglieder und weitere Interessenten jährlich im Frühjahr zu intensivem Gespräch an einem verlängerten Wochenende in Dahlen zusammenführen. In weiteren Kolloquien und Veranstaltungen wurden die Ergebnisse dieser gespräche vertieft und weitergetragen.
Von Beginn an standen wissenschaftliche, wirtschaftliche und soziale Probleme der Globalisierung im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Die Mitarbeit im Arbeitskreis "Nachhaltigkeit" der RL-Bundesstiftung hatte zur Konsequenz, dass das interdisziplinäre Potential des "Rohrbacher Kreises" sich seit 1998 besonders auf Probleme nachhaltiger Entwicklung von Wissenschaft, Gesellschaft und Bildung konzentrierte.
Mit Blick auf den hohen interdisziplinären Diskurs- und Kommunikationsbedarf zu den brennenden Fragen unserer Zeit setzt der Rohrbacher Kreis seine Arbeit auch nach dem Ende der Förderung durch den RL-Stiftungsverbund fort, wobei eine stärkere parteipolitische Neutralität das Zusammendenken und Zusammen-Denken verschiedener Ansätze und Herangehensweisen an das Nachdenken über die Wandlungsprozesse unserer Zeit befördern soll.
Schwerpunkt der Arbeit ist die Organisation einer jährlichen Dahlener Tagung mit interdisziplinärem Profil, auf der das Fächerspektrum der universitas litterarum ausgewogen vertreten ist.